tours

Eine Tour – zwei Welten

Katrin Kadletz, seit mehr als 15 Jahren staatliche geprüfte Fremdenführerin, hat Anfang 2017 noch misstrauisch an einer SUPERTRAMPS-Tour teilgenommen. Diese Tour jedoch hat sie augenblicklich berührt: Einerseits macht der Einblick in das Leben von Menschen ohne Obdach betroffen, mitten unter uns. Andererseits beeindrucken diese g’standenen Persönlichkeiten ungemein, wissend und weise, was das Leben auf der Straße betrifft. Und so hat die Tourismus-Expertin den Beschluss gefasst, hier kann und will sie sinnvolles beitragen. SUPERTRAMPS hat Katrin Kadletz mit dem bereits erfahrenen Guide Ferdinand zusammengebracht. Das mittlerweile bereits vertraute Duo führt die Teilnehmer*innen entlang am hippen Donaukanal und anschließend durch das schicke Bobo-Servitenviertel. Katrin erzählt historische und kulturelle Geschichten und Fakten aus Wien, Ferdinand ergänzt diese mit persönlichen Erfahrungen und Erlebnissen aus der Welt seiner Obdachlosigkeit. „Man muss nicht immer nur erbauliche Touren machen oder nur welche, die einen ganz betroffen machen, man kann das auch verbinden, eben mit zwei Welten“, so Tourismus-Expertin Katrin Kadletz über die neue SUPERTRAMPS-Tour.

Start: Obere Donaustraße 26, direkt am Donaukanal beim Otto Wagner Schützenhaus (U2 Schottenring: Ausgang Herminengasse, dann Ausgang Promenadeweg/Donaukanal, neben dem Tel-Aviv-Beach)
Ende: Kreuzung Servitengasse, Berggasse und Porzellangasse

Termine:
Freitag, 09. Juni 2017, 17 – 19 Uhr
Sondertouren auf Deutsch und Englisch vereinbaren wir gerne auf Anfrage.

Anmeldung:
Eine Tour-Teilnahme ist nur mit Anmeldung möglich!
Bitte kontaktieren Sie uns mit dem Datum und Anzahl der Personen
per E-Mail: tickets@supertramps.at
oder telefonisch: +43 660 77 343 22
Die Anzahl der Teilnehmer*innen ist auf maximal 20 und mindestens 10 Personen pro Tour beschränkt.

Kosten: Freiwillige Spende – Richtwert 35 € pro Person (ermäßigt 25 €), inkl. Headset

Wien – meine wilden 80er

Renate ist ein echtes Wiener Praterkind, ihre Jugend hat sie größtenteils dort verbracht. Deshalb sagt sie von sich selbst, dass sie „redet, wie ma die Pappn gwochsn is“. Diese offene und ehrliche Art begleiten die Teilnehmer*innen während der gesamten Tour.  Start ist der berühmt-berüchtigte Praterstern, der die Besucher*innen schon mal in ein hartes Stück öffentlichen Raum eintauchen lässt. Von der Rauheit des Sterns geht es direkt in das Vergnügen des Parks. Renate erklärt, warum dieser, für den täglichen Gast vielleicht nicht offensichtlich, auch ganz schön rau sein kann. Außerdem zeigt sie ihre persönlichen Favorit-Plätze und erzählt, wie sie sich dort als Obdachlose tagsüber beschäftigt hat. Weiter geht es in das Stuwerviertel, über das Supertramp Renate viele spannende, schockierende und gleichzeitig hoffnungsvolle Geschichten auf Lager hat. Zum Beispiel, wo genau sie auf der Straße übernachtet hat und mit welchen Problemen sie dabei konfrontiert wurde. Auf ihrer Tour möchte Renate nicht nur auf die Schattenseiten eines Lebens auf der Straße hinweisen. Ihre Tourteilnehmer*innen lernen unter anderem, dass Renate auch viele schöne Begegnungen und Momente erleben hat dürfen. Erfahren wird man außerdem, was sich in den letzten Jahrzehnten in der Wohnungslosenhilfe so alles zum Positiven gewendet hat. Und wie sie es aus eigener Kraft wieder heraus geschafft hat. Renate hat auch einen Traum, ein persönliches Ziel, das sie gegen Ende der Tour verraten wird.

Start: Praterstern (direkt beim Ausgang Richtung Prater/Riesenrad, im Freien vorm Prater Wirt) in 1020 Wien
Ende: Praterstern (beim U-Bahn Abgang U1/U2) in 1020 Wien

Die Touren finden jeden Donnerstag von 18 bis ca. 19:30 Uhr statt.

<Tour-Premiere ist am Donnerstag, den 22. Juni um 18 Uhr!>

Wien – meine unverhoffte Hoffnung

Dreieinhalb Jahre hat Ferdinand in ungenügenden Wohnverhältnissen verbracht. Während dieser Zeit hat er sich ein reiches Wissen angeeignet, welches er bei seinem Spaziergang durch den 17. Bezirk wiedergibt. Er zeigt Plätze, an denen es gratis Essen und Kleidung gibt, wo man unbemerkt die Toilette benutzen oder sich kurz aufwärmen kann. Wir machen Halt vor dem Haus, in dem er seinen kranken Vater pflegte und vor der Polizeistation, wo über mögliche Gesetzeskonflikte mit Obdachlosen reflektiert wird. Weitere Stops sind ein Möbelhaus und ein Altersheim, dessen Bewohner Ferdinand immer wieder kleine Jobs zuschanzten.

Start: Wattgasse Ecke Ottakringerstraße, 1170 Wien (bei den Bänken vor der Polizeistation)
Ende: Wurlitzergasse 89, 1170 Wien

Jeden Freitag  von 17 bis ca. 18:30 Uhr.

Teilnehmende über Ferdinands Tour 

„Die Führung war sehr berührend und wir haben einen Einblick in das Leben auf der Straße bekommen. Auch die Rückmeldungen meiner FreundInnen war positiv und wir haben wieder den blick für die wichtigen Dinge im Leben bekommen!“ Anna aus Wien, Juni 2017

„Ferdinand erklärt den Weg in die Obdachlosigkeit und alle damit verbundenen Schwierigkeiten anhand seiner persönlichen Geschichte. So wird Obdachlosigkeit ein Stück erlebbar, greifbar, spürbar. Vielen Dank noch einmal an Ferdinand, der seine Sache hervorragend macht, aber auch an das gesamte Team der SUPERTRAMPS – ein wirklich großartiges Projekt, wofür ich schon eifrig die Werbetrommel rühre.“ Katja aus Wien, Mai 2017

„’Obdachlosigkeit kann jeden zu jeder Zeit treffen‘, war für mich wohl einer der einprägsamsten Sätze auf der Tour mit Ferdinand durch den mir wohlbekannten 16. Bezirk. Ein vollkommen anderer Blickwinkel aus der ‚heilen Welt‘ in ein Leben, das sich viele nicht vorstellen können. Ein Großes Dankeschön an Ferdinand, der uns äußerst offen, ehrlich und mit Wiener Schmäh durch seinen Bezirk geführt  hat. Ich wünsche ihm für die Zukunft alles erdenklich Gute und dem gesamten Supertramp-Team weiterhin viel Erfolg bei der Umsetzung einer äußerst innovativen und sinnvollen Idee.“ Barbara aus Wien, Mai 2017

„Wir bedanken uns für die außergewöhnliche Führung! Hr. Ferdinand hat uns vom ersten Moment an beeindruckt , wie er uns „sein Ottakring“ gezeigt hat, und uns seine Geschichte und sein Schicksal erzählt hat. Die Zeit war schnell um, und wir hätten ihm noch lange zuhören können! Es macht einen gleichzeitig betroffen und man erhält doch viele Informationen! Trotzdem kann man kann sich nur annähernd vorstellen, was es heißt, obdachlos zu sein!  Und Hr. Ferdinand hat Charisma und ist ein guter Erzähler, der auch seinen Humor nicht verloren hat, und noch immer (oder wieder?) lachen kann.“ Günther aus Graz, Mai 2017

„Der Aktionsradius Wien hatte am 21. April eine Führung mit Ferdinand gebucht. Es war wirklich beeindruckend, wie interessant und kompetent Ferdinand über alle möglichen Aspekte von Obdachlosigkeit und auch die Wege heraus berichtet hat. Unsere Gruppe hörte nicht mehr auf zu fragen – Ferdinand antwortete auf alles so gut wie möglich – letztlich waren wir 2,5 Stunden, statt der geplanten 1,5 Stunden unterwegs. Meine Hochachtung vor Ferdinands Wissen und seiner interessanten Art, das weiterzugeben! Allen, die das Thema interessiert, kann man die Tour nur wärmstens empfehlen.“ Irmi aus Wien, April 2017

„Uns hat die Tour sehr gut gefallen!! Anfangs war es ein wenig ungewohnt, dass wir nur zu dritt waren und ich habe ein wenig gebraucht, um „aufzutauen“ :-) Ferdinand war auf jeden Fall ein sehr aufmerksamer und angenehmer Guide, ich habe seine Erzählungen sehr spannend gefunden und die Tour insgesamt sehr bereichernd.“ Sarah aus Wien, Februar 2017

„Durch eine Freund wurden wir auf die Supertramp Touren aufmerksam. Prompt buchten wir gestern eine Tour mit Guide Ferdinand welcher uns bei arktischen Temperaturen gut gelaunt herumführte und uns über sein vergangenes Leben berichtete. Von uns gibt es eine klare Empfehlung, eine Tour bei unserem nächsten Wien Aufenthalt ist auf jeden Fall wieder eingeplant. Liebe Grüße aus Oberösterreich, auch an Ferdinand!“ Michael aus Oberösterreich, Jänner 2017

„Vielen Dank für diese sehr informative Führung. Ferdinand hat uns sehr versiert mit allen Details versorgt. Ein großes Lob für diese soziale Stadtführung. Zum Teil waren die Informationen erschreckend, manche aber auch beruhigend.“ Manfred, Jänner 2017

„Ich möchte mich herzlich für die perfekte Organisation unserer Tour bedanken! Guide Ferdinand hat uns überpünktlich erwartet und ist sehr gut auf seine jugendlichen Gäste eingegangen. Herr Ferdinand hat die ganz heftigen Ereignisse seines Lebens den 14-Jährigen nicht erzählt – sehr einfühlsam! Die Jugendlichen hatten schnell Vertrauen gefasst und sich auch fragen getraut, so dass es zu guten Gesprächen kam. Herr Ferdinand konnte auch sehr schlagfertig auf einige Meinungen reagieren und ich glaube, dass die Tour nachhaltige Wirkungen hatte. Nochmals vielen Dank auch für die Organisation dieser Führung. Ich werde Ihren Verein sicher weiter empfehlen!“ Hemma aus Wien, Dezember 2016

„We’ve enjoyed the tour a lot and have found it very informative. Ferdinand not only speaks clear German but also has a very good command of English, which made it easy for me to follow :) He has a quirky sense of humour too! I have personally felt like I traveled back in time through different stages of his youth throughout the tour. We’ve learnt a great deal about the challenges, difficulties and misunderstandings (or even worse, prejudices) which the homeless people have to face on a daily basis. We’ve also been enlightened on how they’ve come to deal/ cope with the aforementioned obstacles. I’ve then realised how little I had previously understood them or known about their circumstances :( Overall, we would totally recommend the tour and will be very keen to join other tours too!! :)“ Thi aus Vietnam, October 2016

Wien – mein intellektueller Reibebaum

Hedys Tour führt uns durch die hippen Bobo-Bezirke Mariahilf und Neubau, in denen abseits von In-Cafes und Pop-up Stores noch ein ganz anderes Leben stattfindet: mit Einrichtungen wie  Häferl, Frauentageszentrum Ester oder Gruft gibt es auch wichtige Anlaufstellen für wohnungslose Menschen. Hedys persönliche Hot-Spots beziehen sich jedoch viel mehr auf ihre Hobbys und Leidenschaften. Ganz oben auf ihrer Liste steht das Garteln sowie die Fürsorge um Tiere und Natur. Und das Lesen, das sie, wie sie selbst sagt, zum Überleben braucht. Außerdem verrät Hedy Insights ihrer politischen Laufbahn und teilt ihr immenses Wissen über Politik, Feminismus und Nachhaltigkeit mit. Was Hedy als ihr trautes Heim nennt, wird für viele eine Überraschung sein.

Start: Loquaiplatz/Liniengasse 2A, 1060 Wien, bei den Bänken vor der Galerie am Park
Ende: Westbahnstraße/Zieglergasse, 1070 Wien

Jeden Mittwoch von 18 bis ca. 20 Uhr. Individuelle Terminvereinbarung ab 5 Personen.

<Hedy pausiert bis Juni. Gerne buchen wir Ihnen eine Tour mit Hedy ab Juli oder mit einem anderen Guide.>

Teilnehmende über Hedys Tour

„Eine großartige Gelegenheit einen Einblick ins tatsächliche Wien zu bekommen. Die Stadt hat für mich erst durch die Tour (mit Hedy und ihrer Bekannten) eine „Seele“ bekommen, einen unverwechselbaren Charakter. Ich wünsche mir mehr Supertramps und Euch ganz viel Freude, Freundlichkeit und Erfolg!Daniel aus Deutschland, März 2017

„Hedys bewegende Geschichte und ehrlichen Einblicke in das Leben einer Frau, die unerwartet mit so gut wie nichts auf der Straße stand, hat uns tief berührt und gleichzeitig beeindruckt. An ausgewählten öffentlichen Plätzen erzählte sie über ihre persönliche Lebensgeschichte und erstaunte uns mit ihren Kenntnissen und Erfahrungen über Obdachlosigkeit.“ ikp aus Wien, Februar 2017

„Ich war mit einer großen Gruppe schon mit Robert und Hedy unterwegs! Berührend waren beide: jeder der beiden hat seine ganz eigene Geschichte. Es gab viele Einblicke in ein Leben, wo man gerne wegschaut, weil es einem eh nie betreffen wird………… und da sollte man vorsichtig sein, es könnte jeden schneller treffen als einem lieb ist. Tolle Idee des Vereins Menschen auch so wieder ein Stück in ein „sicheres Leben“ zu begleiten. Ich kann diese Führungen nur jeden von ganzen Herzen empfehlen!“ Gudrun aus Wien, November 2016

„Die Tour mit Hedy war sehr bewegend und sehr informativ! Ich möchte mich gerne auch bei Hedy noch einmal für ihre große Offenheit und dafür, dass Sie uns einen so großzügigen Einblick in ihr Leben gegeben hat, ganz herzlich bedanken! Das ist gar keine Selbstverständlichkeit und ich betrachte das als eine Art Geschenk. Ich habe Hedy trotz ihrer schwierigen Lebensumstände als starken und inspirierenden Mensch erlebt. Hedy wollte mit Ihrer Tour ja unter anderem auch zu politischer Bewusstseinsbildung beitragen: auch das hat sie mit Sicherheit erreicht. Supertramps ist eine ganz großartige Einrichtung, die ich auf jeden Fall weiterempfehlen werde. Bestimmt werde ich auch an einer weiteren Tour teilnehmen. Eigentlich sollte jede Schulklasse einmal einen Ausflug mit einem „Supertramp“ machen!“ Michael aus Wien, Oktober 2016

 

Wien – meine grüne Meile

Als Angelo arbeitslos wurde, wollte er nicht einer von vielen Obdachlosen in der Großstadt sein. Er entschied sich für ein Leben als Vagabund. Sich selbst bezeichnet Angelo als Nomade. Auf seiner speziellen Tour lädt er deshalb zu einem Spaziergang abseits der Betonwüste ein. Er zeigt seine kreativen Schlafplätze und erklärt wie er sich als Nomade über mehrere Jahrzehnte über Wasser gehalten hat. Apropos Wasser; bei einem echten Schiffskapitän an der Donau macht er auch Halt. Und ganz wichtig sind ihm seine Esel, seine langjährigen Begleiter und Beschützer. Bei einer Tour im Juni und Juli wird dringend empfohlen, ein Sackerl mitzubringen. Da tauchen die Teilnehmenden direkt in die Kulinarik eines Nomaden ein und werden noch länger davon zehren. Für alle, die empfindlich gegenüber Gelsen sind, hat Angelo mit Anti-Gelsengeräten vorgesorgt und ermöglicht somit seine Teilnehmer*innen eine entspannte Tour im wunderschönen grünen Prater.

Start: U2 Station Donaumarina, 1020 Wien (Ausgang Wehlistraße, vor der Bäckerei Ankerbrot)
Ende: Dammhaufen 50, 1020 Wien

Die Touren finden jeden Sonntag von 14 bis ca. 15:30 Uhr statt.

 

Teilnehmende über Angelos Tour

„Angelo hat uns einen sehr schönen und informativen Nachmittag beschert. Vor allem der Biberbau und das tolle Schiff entlang der Donau waren Highlights. Er kennt sich mit Flora und Fauna in dieser Gegend ja besonders gut aus. Es hat uns unheimlich gut gefallen. Wir haben viel gelernt und hatten großen Spaß, da uns Angelo natürlich auch mit seinem Humor verwöhnte. Es war eine tolle Tour, wir können nur positives Feedback geben und ich glaube, da kann ich für die ganze Gruppe sprechen. Danke, dass Sie so ein tolles Projekt ins Leben gerufen haben. Wir werden sicher auch noch anderen Supertramps-Touren besuchen!“ Petra, Mai 2017

„Wiener Wege und Schauplätze abseits der touristischen Trampelpfade kennenlernen. Dazu reichhaltige Anekdoten und persönliche Interpretationen der österreichischen Geschichte eines liebenswerten Guides. Angelo, Nomad und Eselliebhaber, hat viel zu berichten und auch jede Menge Humor mit im Gepäck. Sehr sehens- und hörenswert!“ Josef, April 2017

„Angelos Tour führt durch das grüne Wien im Prater und authentisch zeigt er verschiedene Stationen, die in seinem Leben Bedeutung haben. Sein Wissen ist enorm, seine Persönlichkeit sehr stark. Danke für das Erlebnis!“ Claudia, April 2017

„Eine super Möglichkeit Wien aus einer anderen Perspektive zu erleben und sich auf Aughöhe mit Menschen zu unterhalten, die man im Alltag ganz anders wahrnimmt. Eine große Empfehlung!!!“ Veronika, Mai 2016

„Die Sonntags-Tour mit Angelo hat mich zum Nachdenken angeregt und mir gleichzeitig gezeigt, dass Obdachlose nicht anders sind, als Du und ich. Dennoch sind sie ausgegrenzt. Sie haben viel zu erzählen und wir können Einiges von ihnen lernen! Das war bestimmt nicht meine letzte Tour! Vielen Dank dafür, dass ihr Eure Welt und Euer Wissen mit uns teilt!“ Susanna, April 2016

Wien – mein (un)gemütliches Nachtquartier

Auf Roberts Tour lernen die Teilnehmenden unterschiedliche Schlafplätze kennen: zwei Notquartiere, zwei Stellen im öffentlichen Raum, einen Container und die sogenannte versteckte Wohnungslosigkeit. Versteckt wohnungslos sein bedeutet, von anderen Menschen in deren privaten Wohnräumen geduldet zu werden. Daraus entsteht ein extremes Machtverhältnis, das meistens mit sexuellen Dienstleistungen verknüpft ist. Jede Form von Wohnungslosigkeit hat andere Nachteile. Aspekte wie Kälte, mangelnde Privatsphäre, verschmutzte oder fehlende sanitäre Anlagen und Kontrolle müssen abgewogen werden.

Start:  Kreuzung Rennweg 82 und Lissagasse 1, 1030 Wien
Ende: Enkplatz, 1110 Wien

Jeden Sonntag  von 16 bis ca. 17:30 Uhr.
Individuelle Terminvereinbarung ab 5 Personen.

Teilnehmende über Roberts Tour

„Von allen meinen KollegInnen habe ich nur begeistertes Feedback zurück bekommen. Ich selbst war von der Tour sehr überrascht. Ich hatte mit allgemeineren Informationen zum Thema Obdachlosigkeit gerechnet und stattdessen eine sehr persönliche Geschichte bekommen und einen sehr interessanten Menschen kennengelernt. Das hat mich wirklich berührt. Alle unsere Fragen wurden vollständig beantwortet. Sowohl die allgemeinen als auch die persönlichen. Dafür dass Robert wie die meisten anderen Obdachlosen unter fehlender Privatsphäre leidet, hätte ich so eine Offenheit nie erwartet.“ Corinna, Juni 2017

„Danke nochmal an Robert für die Tour – war trotz Regen echt geschmeidig und interessant – sympathischer Typ. Werde sicher demnächst eine weitere mitgehen 😉 Englisch hat auch gepasst.“ Michael, Juni 2017

„Robert war überpünktlich, war sehr engagiert und hat alle unsere Fragen ausführlich beantwortet. Ich denke besser geht es nicht. In diesem Sinne ein Bravo für Robert und für die Idee via Supertramps die Menschen sensibler für diese Thematik zu machen.“ Micheline, Mai 2017

„Wir hatten am Sonntag eine sehr aufschlussreiche Tour mit Ihrem „Supertramper“ Robert.  Es tut uns „normalen“ Bürgern einmal ganz gut, Einblicke in das Leben der Menschen zu erhalten, die abseits unserer Gesellschaft stehen. Wenn man hört, wie diese ihr tägliches Leben fristen müssen, wird man sehr nachdenklich und unsere kleinen Sorgen total belanglos.“ Leopoldine, Februar 2017

„Es war zwar ein wenig deprimierend zu sehen, wo Robert geschlafen hat. Aber er war so ein Netter und die Tour war ganz hervorragend. Vielen Dank!“ Rosina, Februar 2017

„Die Tour mit Robert war ganz fantastisch. Er hat uns ganz super an seine Welt herangeführt. Eine sehr bereichernde Erfahrung und eine vollkommen neue Perspektive auf Wien. Werde bei Gelegenheit sicher noch Touren mit anderen Guides machen“ Annika, Dezember 2016

„Robert hat die Tour so toll geleitet, es war so spannend ihm zuzuhören und er machte das alles in einem Rahmen, indem man sich traute alles zu Fragen. Nichts wollte er irgendwie verheimlichen, ganz unverblümt sprach er über alles und beantwortete die Fragen mit so viel Aufrichtigkeit. Es war so spannend, rührend, interessant,… alles zu gleich! Ein großes Lob an ihn!“ Anna, Dezember 2016

„Robert hat uns in einer angenehmen Art und Weise von seinen Erfahrungen, seinen Schlafplätzen und seinem Leben erzählt und unsere unzähligen Fragen geduldig beantwortet. Ich möchte ihm ein großes Lob dafür aussprechen, wie er das gemacht hat. Sein hartes Schicksal hat mich sehr berührt und was mir gefällt an ihm: Robert ist trotzdem ein fröhlicher, sehr positiv und hoffnungsvoll gesinnter Mensch, von dem man viel lernen kann! Überhaupt haben viele von uns gestern festgestellt, dass die Idee Ihres Vereines sehr gut ist, Gratulation!“ Ingrid, Oktober 2016

„Waren mit Robert unterwegs! Verstanden uns super, es war interessant, heftig und auch lustig zugleich. Schätzen sehr woran er uns teilhaben ließ, auf irgendwie selber Augenhöhe, das war besonders toll. Absolute Empfehlung!“  Lien, Juli 2016

„Gestern habe ich an Roberts Tour teilgenommen: Er hat eine bewegende Geschichte verwoben über Ohnmacht, Gewalt, Gewitztheit und Würde.
Danke Robert, danke Supertramps, für diesen besonderen Blick auf Wien!“ Viera, Juni 2016

Themen